Die Sattelkontrolle

Den passenden Sattel zu finden ist gar nicht so leicht - und wenn man ihn dann hat sollte man ihn stets regelmäßig überprüfen. Eine einfache Überprüfung jeden Tag beim Satteln ist selbstverständich, wir empfehlen aber alle 6-12 Monate - je nach Sattel- und Pferdealter eine gründlichere Überprüfung. Neue Sättel setzen sich meist stärker als ältere. Jüngere Pferde oder Pferde bei denen sich die Trainingsgewohnheiten (zum Beispiel durch Verletzung) verändern, verändern sich muskulär häufig sehr deutlich. 

 

Eine gute Unterlage, sprich Schabracke und/oder Pad gehört dabei zum Sattel, genauso wie ein passender Gurt. Sowohl Pads als auch Gurte können korrigierend auf die Lage des Sattels wirken, sie sollten diese ansonsten aber unterstützen und nur verändern wenn das nötig ist. Daher ist es wichtig bei der Betrachtung des Sattels einmal zu schauen wie er insgesamt zum Pferderücken passt, aber auch wie er mit dem entsprechende Zubehör sitzt.

 

Bei der Betrachtung des Gesamten sollte ebenso geschaut werden ob sich am Zubehör Defekte oder Abnutzung befinden die auf die Sicherheit oder den Komfort des Pferdes einwirken. Zum Beispiel offene Nähte, ausgeleierte Gummistrupfen am Gurt oder brüchige Stellen im Leder können einfach korrigiert werden, können im schlechtesten Fall aber unangenehme Folgen für Pferd und Reiter haben.

 

Zum Selbstcheck sind hier einmal die 5 Eckpunkte aufgeführte nach denen wir Sättel überprüfen - die aber auch selbstständig von jedem Reiter abgehakt werden können. Für die gründlichere Überprüfung sind wir jederzeit telefonisch oder per Email zu erreichen, um einen Termin zu vereinbaren oder für Rückfragen.

 

  1. Passen noch circa 3-4 Finger vorne herein oder liegt der Sattel schon fast auf dem Widerrist auf?
  2. Ist der tiefste Punkt in der Mitte des Sattels? Man merkt das häufig auch beim Reiten ob man nach vorne oder nach hinten fällt, man kann aber auch beim Aufsatteln einen Schritt zurück treten und einmal genau hingucken.
  3. Wie fühlen sich die Kissen an? Sind sie gleichmäßig gefüllt? Häufig sitzt man zu einer Seite mehr als zu der anderen, dadurch setzt sich der Sattel natürlich auch leicht ungleichmäßig.
  4. Ist das Polster auch noch angenehm prall, nicht zu hart und "platt gesessen"?
  5. Sind irgendwo offene Stellen oder Nähte? Unregelmäßigkeiten im Material können schnell zu kleineren Scheuerstellen oder einem geringeren Wohlfbefinden des Pferdes führen. Manchmal kann schon eine kleine Ungleichmäßigkeit dem Pferd sehr unangenehm sein, das lässt sich vermeiden!

Im Video unten haben wir uns den Sattel unserer 6-jährigen Hannoveraner Stute Charrera angeschaut. Sie ist seit circa zwei Jahren im Training unter dem Sattel, seit circa eineinhalb Jahren bei uns. Wir bauen sie langsam auf, auch da sie immer noch ein zwei Centimeter an Höhe zugelegt hat. Sie teilt sich den Sattel mit unserer 19-jährigen Hannoveraner Stute, daher wäre eine vollständige Anpassung des Sattels ohnehin nicht sinnvoll. Die Polsterung durch Pads bietet zudem flexiblere Möglichkeiten bei muskulären Veränderungen.

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